Aktuell
Tag der Studienorientierung
Abiturnote, Mathematiknote, Kommunikation, Schreibpraxis – diese vier Begriffe standen an der Tafel des Chemieraums. Der dunkel gekleidete, recht unscheinbar wirkende Herr sprach in ruhiger Art zu den Zwölftklässlern und erläuterte ihnen die Voraussetzungen für die Aufnahme eines Hochschulstudiums. Stefan Hatz ist Mitarbeiter der Zentralen Studienberatung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald und war jüngst für den Tag der Studienorientierung eigens nach Templin gekommen.
Die Schüler der zwölften Klasse hatten allerhand Gelegenheit, sich über die Vorzüge, Voraussetzungen und Bedingungen eines Hochschulstudiums zu informieren. Chemie- und Biologielehrer Jens Klementz hatte dafür Referenten der Universitäten Potsdam, Rostock, Greifswald und Frankfurt/Oder sowie der Hochschulen in Eberswalde, Neubrandenburg und Wildau ans Gymnasium geholt.
Stefan Hatz zeigte Verständnis für Schüler, die nach dem Abitur eine betriebliche Ausbildung beginnen wollen, um direkt Geld zu verdienen, wies aber darauf hin, dass ein Studium den Absolventen später ganz andere Möglichkeiten eröffnet. Derzeit seien gerade einmal drei Prozent der Hochschulabsolventen arbeitslos und dies fast ausschließlich Personen, die sich vor Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses arbeitslos meldeten, für den Übergangszeitraum aber nicht wirklich eine Arbeit suchten.
Neben der Abiturnote und der allgemein großen Bedeutung der Mathematik für viele andere Fächer hob Stefan Hatz die Bedeutung der kommunikativen Fähigkeiten hervor. Im Studium müsse man sich gegenseitig unterstützen, Arbeitsgemeinschaften bilden, andere schon mal um Hilfe fragen und bei mündlichen Prüfungen bestehen. Wer da keine kommunikativen Fähigkeiten zeige, werde scheitern.
Beim Punkt Schreibpraxis wies Hatz auch auf formale Auswahlkriterien hin. Das beginne mit der Formulierung von e-Mails, wenig schmeichelhaften e-Mail-Adressen oder unentschuldigtem Fernbleiben bei Prüfungen. Insgesamt bekamen die Schüler einen umfassenden Einblick in die Bedingungen eines Studiums und waren von den fundierten Informationen und Ratschlägen sehr angetan.
Im Biologieraum gaben Frederik Abt von der Technischen Hochschule Wildau und Franca Päper von der Universität Potsdam Tipps zu Finanzen, Nebenjobs, Freizeit und Mietkosten. Die beiden Studenten sind so genannte Schüleralumni und bereisen im Rahmen des Programms „Studium lohnt!“ die Schulen Brandenburgs, um dort die Hochschulen vorzustellen.
- Franca Päper von der Universität Potsdam und Frederik Abt von der Technischen Hochschule Wildau und gaben Tipps zum Hochschulstudium.
